Warum gibt es das /rutabagaland/?
Was bedeutet "Rutabaga"?
Die Rutabaga ist eine gelbe Kohlrübe, gehört also zu den Wurzelgemüsen. Ich habe das /rutabagaland/ nach einer Wurzel benannt, weil Wurzeln in Linux eine große Rolle spielen:
- Die "Wurzel der Macht" unter Linux ist "Root", der Superuser, der Administrator. Er oder sie hat alle Zugriffsrechte, darf neue Benutzer anlegen und alte löschen, jedes Passwort ändern, alle Daten, auch die Systemdateien, beliebig ändern oder löschen, eben einfach alles - und kann deshalb durch Fehler unter Umständen das ganze System an der Wurzel ausrupfen.
- Das Root-Verzeichnis ("Wurzel"-Verzeichnis) ist das Hauptverzeichnis in der Hierarchie der Verzeichnis-Ebenen. Unterhalb dieses Verzeichnisses sind alle anderen Verzeichnisse und Geräte eingebunden (auch z.B. Diskettenlaufwerk und CD-ROM). Das Root-Verzeichnis ist die "Wurzel" des Dateisystems unter Linux.
Linux-Anfänger haben Probleme mit Manpages
Manpages (d.h. "Manual Pages"), die Hilfe-Dateien in Linux, sind ein gutes Nachschlagewerk für erfahrene Linuxer. Als Einführung in Linux sind sie nicht gedacht und auch nicht geeignet. Zwei entscheidende Nachteile, die sie für Linux-Anfänger unbenutzbar machen:
- Manpages werden über den Namen des Befehls aufgerufen. Man muß also den Befehl schon kennen, den man nachschlagen will. Anfänger wissen aber häufig nicht, wie der Befehl heißt, den sie brauchen. Sie wissen nur, was sie tun wollen - z.B. eine Datei kopieren oder ein Verzeichnis vor fremden Zugriffen schützen.
- Manpages sind von Linux-Profis und Entwicklern geschrieben und setzen Fachkenntnisse voraus, die die meisten Anfänger nicht haben. Sie zählen alle (!) Parameter eines Befehls auf. Den häufigsten Normalfall beschreiben sie meist nicht oder nur sehr knapp. Sie sind nicht didaktisch aufgebaut und enthalten in der Regel keine Beispiele.
Wer sucht, kann dennoch finden...
Glücklicherweise gibt es im Internet viele Informationsquellen zu Linux, darunter zahlreiche Sammlungen und Zusammenfassungen der wichtigsten Linux-Befehle, die auch für Anfängerinnen und Anfänger verständlich sind. Zum Beispiel kannst Du es in Deiner Lieblings-Suchmaschine mal mit "linux basic commands" probieren.
Auf diesem Weg habe ich mir die notwendigsten Linux-Kenntnisse zusammengesucht. Dann habe ich angefangen, ein paar Befehle, die ich häufiger brauchte, in einer Textdatei zu sammeln. Aus einer kleinen Datei wurde mit der Zeit eine etwas größere Datei - und jetzt ist daraus das /rutabagaland/ entstanden.
Eine Sammlung unter vielen
Ich bin nicht die erste, die sich ihre Linux-Hilfe selbst schreibt. Trotzdem - vielleicht erleichtert Dir meine kleine Sammlung den Einstieg in Linux? Wenn man die ersten Hindernisse mal überwunden hat und die wichtigsten Befehle kennt, kann Linux eine spannende Sache sein.
Das /rutabagaland/ ist ein lebendes Projekt. Das bedeutet: es hat Lücken und ist keineswegs vollständig! Außerdem kann ich nicht ausschließen, daß meine Beschreibung Fehler enthält. Ich bin immer noch Linux-Anfängerin, und das werde ich wohl auch bleiben - es gibt noch so viele andere, interessante Dinge zu tun... ;o)
Für Hinweise auf Fehler oder gravierende Lücken in der Sammlung bin ich immer dankbar. Außerdem freue ich mich auch über Erfahrungsberichte. Hat Dich das /rutabagaland/ weitergebracht? Oder warst Du frustriert, weil etwas Wichtiges fehlt? Ich bin gespannt auf Dein Echo (E-Mail an meg.palffy@gmx.net).
Die Profis im Hintergrund
Ein kräftiges Danke an die folgenden Leute für die ausgezeichnete fachliche und moralische Unterstützung. Ohne sie wäre hier gar nichts. Nur eine unsichtbare, leere Ecke im Internet. Es lohnt sich immer, von den Profis zu lernen!
- Achim, der Mann, der schneller hackt als sein Schatten... Bruder und Oberster Geheimnisträger der Linux-Admin-Wizards, der mir in E-Mail-Tutorials wohl am liebsten gleich ALLES über den Superuser erzählt hätte, um mir ein für allemal das Gehirn zu sprengen.
- Makkus, der mir die SuSE ans Herz gelegt hat und viele kleine Tricks und Kniffe kennt, die einem das Leben erleichtern können. Ich bin heimlich davon überzeugt, daß er sogar eine alte Holzkommode von Diskette neu booten und umkonfigurieren könnte.
- Thorsten, der sogar friedlich blieb, als er sich in seinem eigenen Arbeitszimmer meine Flüche und Beschimpfungen beim Lesen von Manpages anhören mußte. Gemessen an mir ist er nur ein halber Workaholic: Er kann nämlich auch gelegentlich faulenzen und verbringt nur einen Teil seiner Freizeit am Computer. Zum Spaß bastelt er Programmbibliotheken für C++, die den Müll runterbringen (er nennt das "Garbage Collection"). Seine Website: www.morefor.org.
- Stephan, der uns schon vor zwanzig Jahren auf dem Weg zur Schule beeindruckt hat, weil er seine Finger beim Tippen auf dem programmierbaren Taschenrechner durch pure Bewegungsunschärfe zu einem durchsichtigen Nebel verschwimmen lassen konnte. Damals hielten wir ihn für leicht durchgeknallt - heute würden wir alle gern halb so viel verdienen wie er.
- Christiane, die sich im zarten Rentenalter noch mal ans HTML-Selberschreiben rangeschmissen hat und mir geduldig erlaubt, meine computer-didaktischen Fähigkeiten am "lebenden Objekt" zu erproben. Nichts beflügelt mehr als eine hochmotivierte Schülerin, die clevere Fragen stellt! Das Ergebnis kann sich auf www.chiko.de sehen lassen.
- Werner, der so wunderbares Lob verteilt, daß es sich allein dafür schon lohnt, sich nochmal ordentlich ins Zeug zu legen.
- Tux J. Palffy, der Linux zu einer angenehm kuscheligen Sache macht. So, Du kleiner Quengelkopp, jetzt haste endlich Deine eigene Homepage auf www.megpalffy.org.

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