aufwachen nach Fieber

Ich hatte einen roten Fiebertraum. Drei Tage und drei Nächte hat er gedauert. Während dieser drei Tage hat mein Unterbewußtsein aufgeräumt und die Spinnweben rausgekehrt, gut durchgelüftet und den Müll runtergebracht - den Müll von Jahren!

Ich wache auf und erkenne, was wirklich gut für mich ist. Ich stelle fest, daß ich nichts vermisse. Nichts von dem, was ich mir sonst zu wünschen pflegte. Was wir normalerweise so zu brauchen glauben, berührt mich nicht. All das technische Spielzeug, all die Abhängigkeiten, die Bedürfnisse, die Gewohnheiten, und die Leute, von denen wir erwarten, daß sie uns "glücklich machen". Ich brauche nichts, um glücklich zu sein. Ich bin glücklich.

Ich grüße das Unkraut, das zwischen Steinen an der Hausmauer wächst. Solange hier noch Platz für dich ist, ist auch noch Platz für mich. Die Brise, das Licht, der Himmel sind da. Die Welt ist klar und hell, offen und gut.

Ich brauche nichts. Erst wenn man aufhört, Dinge zu wollen, ist man glücklich. Aufhören zu begehren. Ich bin kein Untertan meiner Bedürfnisse. Ich entscheide selbst, was richtig für mich ist.

 

©2001/2004
Meg Palffy